Gedanken aufschreiben
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Raus aus dem Gedankenkarussell, rein in die Klarheit
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Du liegst abends im Bett, eigentlich todmüde, und Dein Kopf macht Überstunden. Ist das bei Dir auch manchmal so? Plötzlich erinnert er Dich an den Zahnarzttermin nächste Woche, an die peinliche Situation im Büro, an den Einkaufszettel, den Du nie geschrieben hast, und – warum auch immer – an die eine WhatsApp-Nachricht, die Du schon seit drei Tagen nicht beantwortet hast. Willkommen im Kopf-Kino deluxe!
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Wir kennen das nur zu gut. Tagsüber laufen wir im Autopilot, erledigen To-Dos, springen zwischen Job, Haushalt, Familie und den eigenen Ansprüchen. Abends, wenn es endlich still wird, starten die Gedanken ihre Party. Schön ist das nicht. Und doch haben wir irgendwann gemerkt: Wir können dieses Gedankenkarussell anhalten. Nicht mit Druck, nicht mit Selbstoptimierung. Sondern mit einem Stift. Gedanken aufschreiben – so simpel, dass es fast lächerlich klingt. Aber es ist wie ein unsichtbarer Schalter im Kopf, der Ruhe möglich macht.
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In diesem Beitrag möchten wir Dir zeigen, warum Gedanken aufschreiben so viel verändern kann, wie Journaling funktioniert und welche kleinen Kniffe Dir den Einstieg leichter machen. Und vor allem: warum es sich lohnt, Dir diese paar Minuten täglich zu schenken.
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Alltag im Autopilot – wenn Grübeln zum Dauerzustand wird
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Wir haben uns oft wie Roboter gefühlt: morgens Kinder wecken, schnell fertig machen, E-Mails checken, Arbeit, zwischendurch einkaufen, kochen, waschen. Zack, Feierabend. Nur dass kein Feierabend-Gefühl da war. Stattdessen kam dieses ständige „Ich müsste noch…“.
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Vielleicht erkennst Du Dich darin wieder: Selbst wenn Du körperlich zur Ruhe kommst, bleibt Dein Kopf im Sprint-Modus. Abends schleicht sich das Gefühl ein, nie richtig fertig zu werden. Du könntest Netflix anschalten oder ein Bad nehmen – aber Dein Gehirn denkt an Steuerunterlagen, an die komische Bemerkung der Kollegin, an die Klassenarbeit Deines Kindes. Es ist, als würdest Du ständig auf der Überholspur fahren, ohne die Möglichkeit, rechts ranzufahren.
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Und genau hier beginnt der Zauber vom Gedanken aufschreiben: Es ist wie ein Notausgang, den wir uns selbst bauen.
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Warum Gedanken aufschreiben so hilfreich ist
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Wir dachten lange: „Bringt doch eh nichts, alles aufzuschreiben.“ Falsch gedacht. Kaum angefangen, merkten wir, wie befreiend es ist.
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Hier ein paar Gründe, warum es funktioniert:
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Ordnung im Kopf schaffen
Stell Dir vor, Dein Kopf ist wie ein chaotischer Küchentisch nach dem Kochen. Überall liegen Zettel, Reste, Tassen. Aufschreiben ist wie Aufräumen. Plötzlich hat jedes Thema seinen Platz.
.Stress und Grübeln reduzieren
Was auf Papier steht, muss nicht mehr ständig im Kopf kreisen. Wir haben erlebt, wie schon fünf Minuten schreiben Druck rausnehmen können.
.Besser schlafen
Gedanken, die nachts wie nervige Nachbarn klopfen, dürfen ins Heft wandern. Danach ist Ruhe im Kopf – oder zumindest deutlich weniger Krach.
.Selbstreflexion und Selbsterkenntnis
Schreiben zeigt Dir Muster. Vielleicht merkst Du: „Wow, dieses Thema beschäftigt mich schon seit Wochen.“ Erst wenn wir es sehen, können wir entscheiden, wie wir damit umgehen wollen.
.Klarheit über Ziele und Wünsche
Wir verlieren im Alltag leicht den roten Faden. Beim Schreiben tauchen Träume wieder auf, die schon fast verschüttet waren.
.Positive Gedanken stärken
Notiere schöne Momente oder kleine Erfolge – Dein Gehirn liebt es, wenn Du ihm Futter für Dankbarkeit gibst.
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Unglaublich, oder? So simpel … und doch so tiefgehend.
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Journaling für Anfängerinnen – so startest Du entspannt
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Wir wissen, wie das am Anfang ist: Man sitzt vor der leeren Seite und denkt „Und jetzt?“. Darum hier unsere besten Tipps, die sich bewährt haben:
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1. Dein Zeitfenster finden
Morgens mit Kaffee, abends im Bett, in der Mittagspause – egal wann. Hauptsache, es gehört nur Dir.
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2. Ohne Druck starten
Es gibt kein „richtig“. Schreib, als würdest Du einer Freundin eine Sprachnachricht schicken. Nur dass Dein Journal nicht unterbricht.
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3. Das passende Format wählen
Notizbuch, App, Kalender, loses Blatt – nimm, was für Dich passt.
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4. Fragen als Türöffner nutzen
Was beschäftigt mich gerade am meisten?
Was hat mich heute gefreut?
Wofür bin ich dankbar?
Welche Sorge will ich loslassen?
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Diese Fragen sind wie kleine Schlüssel – plötzlich geht eine Tür im Kopf auf.
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5. Ein Ritual entwickeln
Ein Teelicht, eine Tasse Tee, ein fester Platz … so wird Schreiben zur Gewohnheit. Aber bleib flexibel. Auch unperfekte Routinen sind wertvoll.
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6. Aufzeichnungen aufheben – oder loslassen
Manche sammeln ihre Journale wie Schätze, andere zerreißen Seiten, wenn sie sich frei fühlen wollen. Beides ist richtig.
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Gedanken aufschreiben im Alltag – kleine Praxis-Ideen
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Manchmal hilft es, konkret zu werden. Deshalb ein paar Ideen, die Du sofort umsetzen kannst:
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Brain Dump am Abend: Schreib alles auf, was Dir durch den Kopf geht – wie ein Ausmisten vor dem Schlafen.
.Morgenseiten: Gleich nach dem Aufstehen drei Seiten frei schreiben, ungefiltert.
.Dankbarkeitstagebuch: Jeden Tag drei Dinge notieren, die gut waren.
.Frage der Woche: Jeden Sonntag dieselbe Frage beantworten, z. B. „Was hat mir diese Woche Kraft gegeben?“
.Monatsrückblick: Am Monatsende kurz notieren, was Du gelernt hast.
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Schon ausprobiert? Schreib’s gern in die Kommentare, wir sind neugierig.
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Fazit: Gönn Dir Zeit für Dich
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Gedanken aufschreiben ist keine lästige Aufgabe, sondern ein Geschenk an Dich selbst. Es ist die kleine tägliche Erinnerung: Ich bin wichtig. Meine Gefühle verdienen Raum.
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Gerade Frauen haben so oft das Gefühl, für alle da sein zu müssen. Aber die Wahrheit ist: Wir können nur geben, wenn wir auch auftanken. Journaling ist wie eine Pause-Taste im Kopf – kurz raus aus dem Alltag, kurz rein in Dich selbst.
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Also: Greif zu Stift und Papier. Probier es aus. Schreib ehrlich, ungefiltert, mutig. Und entdecke, wie befreiend es ist, die Gedanken nicht länger nur im Kopf herumkreisen zu lassen.
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Dein kleines Abenteuer: Das ABC Deines Glücks
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Wenn Du Lust hast, noch tiefer einzutauchen, haben wir etwas für Dich vorbereitet: Das ABC Deines Glücks – Ein Journaling-Abenteuer.
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Stell Dir vor, Du gehst auf einen Spaziergang durch Deine eigene Gedankenwelt – Schritt für Schritt, Buchstabe für Buchstabe. Dieses liebevoll gestaltete Workbook begleitet Dich mit 10 Seiten voller kraftvoller Fragen, die Dir helfen, Dich selbst besser kennenzulernen, Klarheit zu gewinnen und Deine Gedanken zu sortieren.
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Kein Vorwissen nötig
Keine festen Routinen erforderlich
Einfach Stift, Herz, Papier – und schon kann’s losgehen
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Magst Du? Dann hol Dir das „ABC Deines Glücks – Ein Journaling-Abenteuer„
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Es ist kein typisches Workbook, das man schnell ausfüllt und dann vergisst. Es ist wie ein kleines Geschenk an Dich selbst, das Dich an die Hand nimmt und sagt: „Komm, wir schauen mal, was da in Dir steckt.“
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Hol es Dir jetzt und gönn Dir diese kleine Pause nur für Dich.
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Bunte Grüße,
Deine Klarheits-Komplizen
Anne & Sebastian



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